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Souveränes Auftreten an den MLK 2013 PDF Drucken E-Mail

 Unser Star an den MLK 2013 heisst Alexander Marggraf! An den diesjährigen mittelländischen Kunstturner-Tagen konnte er sich im Programm EP (Einführungsprogramm) deutlich in die Reihen der Turner aus den Leistungszentren einreihen.

 

Sicher wäre Alexander gerne mit ein paar Turnerkollegen an diesen Wettkampf angetreten. Diese liessen sich aber leider nicht dazu motivieren.
Alexander liess sich deshalb aber nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: Er hatte sofort Anschluss zu den Turnern des TV Schlossrued, welche in der selben Riege eingeteilt wurden.

Kurz vor 9 Uhr morgens war der Appell, danach 50 Minuten Einturnen an den Geräten.
Die Halle war sehr übersichtlich und trotz der 79 teilnehmenden Turner im Alter von 6 bis 10 Jahren jeweils genügend Einturnzeit bei den Geräten.
Wir konnten noch einmal alle Übungen durchturnen und uns an die Geräte und das Ambiente gewöhnen.

Der Wettkampf startete pünktlich mit einem Einmarsch der Riegen zu den zugeteilten Geräten, begleitet von lauter Musik, die bei jedem den Puls höhertreiben liess.
Manch einem der Turner war dieses Erlebnis noch fremd, doch alle liessen sich auf diese Emotionen ein und waren bereit.
Der vorher noch etwas wilde Haufen setzte sich auf Kommando diszipliniert auf die Wartebank, während der erste Turner je Gerät sich startklar machte.

Alexander begann am Pferdsprung. Die Option Salto hatten wir während dem Einturnen verworfen und haben uns auf die Hechtrolle festgelegt.
Diese ist Alexander dann recht gut gelungen. Von 13 möglichen Punkten mussten lediglich 3.5 Zehntel abgezogen werden.
Diese waren durchaus gerechtfertigt, denn bei einem Hechtsprung soll in der Flugphase durchaus im Scheitelpunkt ein C- erkennbar sein.

Danach gings - wieder mit lauter Musik - zum Barren.
Alexander hat bereits realisiert, dass er am Sprung im Vergleich zu seinen Riegen-Partner gut weggekommen ist.
Beflügelt resp. mental gestärkt zeigte er auch am Barren sehr selbstbewusst eine saubere Übung. Die Kampfrichter honorierten diese Darstellung mit 12.55 Punkten.

Unter lauter Musik wechselten wir dann zum Reck.
Nach so viel Erfolg bei den ersten zwei Geräten war es wichtig, nicht übermütig zu werden.
Alexander turnte sehr flüssig, mit ansprechend aussehenden Schwungamplituden - aber leider mit einem Schwung zu viel.
Das entging den Kampfrichter natürlich nicht. Mit einer Endnote am Reck von 11.3 mussten wir aber zufrieden sein.

Der Speaker meldete sich am Ende der ersten Hälfte mit den Zwischenresultaten. Danach transferierten wir mit lauter Musik zum Boden.
Während dem Einturnen hatten wir noch ein paar Schwachstellen entdeckt, die wir dann noch einmal auszumerzen versuchten.
So war die Standwaage nicht immer ruhig gestanden, oder er hat den Handstand einmal mit zu viel und ein andermal mit zu wenig Schwung gestartet.
Kurz vor dem Start haben wir die Übung noch einmal mental durchgemacht und so stand Alexander gut vorbereitet auf dem Bodenquadrat und wartete auf das Zeichen zum beginnen seiner Übung.
Die Mühe der Vorbereitung schien sich gelohnt zu haben. Alexander zeigte eine ansprechende Bodenübung und erhielt dafür 11.9 Punkte vom Kampfgericht.

Als nächstes steuerten wir mit tosender Musik zum Pferdpauschen.
Im EP wird noch nicht auf den Pauschen geturnt. Der Pilz ist ein Hilfsgerät und im EP dürfen die Beidbeiner darauf sogar mit den Füssen im Eimer getragen geturnt werden.
Dabei kommt es aber um so mehr auf die Haltung an. Immer einen sauber gestreckten Körper, Kopf und Schultern exzentrisch kreisend,
die Hände im richtigen Augenblick und in regelmässigem Takt gewechselt und dabei immer in die selbe Richtung schauend, acht Kreisen abzuzählen.
Ganz schön viel auf einmal! Aber Alexander hat das auch geschafft. Die Kampfrichter vergaben 11.8 Punkte. Ein paar Zehntel gingen wohl weg, als er anfing mitzudrehen.

Und dann noch ein letztes Mal Gerätewechsel mit Musik zu den Ringen.
Alexander wollte noch einmal aufs Ganze gehen. Wir haben miteinander vereinbart, dass wenn er den Stütz mit ausgedrehten Händen problemlos halten kann, darf er den Bonus turnen (3 Sekunden Winkelstütz halten).
Das hat er dann so umgesetzt - auch der Schwungausstoss sowie die Schwünge waren schön anzusehen. Die Kampfrichter gaben ihm zu Ehren ganze 12.7 Punkte.



Wie es schien, war heute Alexanders Höchstform präsent. An der Rangverkündigung durfte er sich mit 72.9 Punkten auf den 10. Platz stellen und eine Auszeichnung entgegennehmen.
Aus Vereins-Sicht war dieser Wettkampf ein Jahres-Highlight.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 26. Mai 2013 )
 
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