Berner Oberländer Kunstturnertag in Thun

 3. Mai 2014 (Fotos von Elke Weihofen)

Nach einer dreiwöchigen Wettkampf- und leider auch Trainingspause, bedingt durch Osterferien und geschlossener Turnhalle in der 1. Mai Woche, stellten wir uns erneut ausserkantonal mit unseren sechs Wettkampfturnern den Herausforderungen am Berner Oberländer Kunstturnertag in Thun.

Die Anreise mussten wir sehr früh antreten. Punkt 07:00 Uhr wurde uns die Wettkampfhalle in Thun zum Einturnen geöffnet. So früh am Morgen wirkten viele Turner noch etwas schlaftrunken. Die Einturnzeit war jedoch sehr knapp bemessen. Bei den 43 teilnehmenden Turnern reichten uns die 45 Minuten nicht, um an allen Geräten einmal geturnt zu haben. Gerne wären wir auch noch an den Pilz und zum Sprung gegangen. Am Pilz haben wir erst später bei der Wettkampfübung gemerkt, dass der schwere Eisenring (von der Schaukelringanlage) bei den Flanken eine Unwucht in die Kreisbewegungen brachte, welche insbesondere bei kleineren Turnern nur mit grosser Kraftanstrengung ausgeglichen werden konnte. Beim Sprung wäre ein Einturnen jedenfalls vorteilhaft gewesen, weil die Sprunganlage jeweils mit unterschiedlich gearteten Sprungbrettern und Landematten ausgestattet ist, woran man sich besser mit einem Probesprung angewöhnen sollte.
Der Wettkampf begann mit einem feierlichen Einmarsch, der Präsentation der Turner und der Kampfrichter und mit Danksagungen an die Sponsoren.


Pilz


Unsere Riege startete beim Pilz - und der erste Turner, der seine Übung zeigen durfte, war Lucien. Die Herausforderungen bei diesem Gerät habe ich in den letzten Berichten bereits ausführlich beschrieben. Auch die Verbesserungspotentiale, die jeder Turner noch ausschöpfen könnte. So war es für mich spannend zu schauen, wer davon das Maximun herausholen konnte.

Bei Lucien fehlte nach wie vor das Tempo. Dadurch hat der schwere Ring mitten im Seil das den Kessel hielt besonders gestört. Zudem waren ein paar Mal die Arme nicht ganz gestreckt. Ansonsten war der Körper jeweils gut gestreckt und die Kreisbewegungen verliefen bis auf einen Ruckler gleichmässig und harmonisch. Die Bewertung von 10.60 war somit eine angemessene Würdigung.

Es folgte Aaron mit ewtas mehr Schwung wie Lucien, und auch öfters gestreckten Armen. Die Kreisbewegungen waren ebenfalls bis auf einen Ruckler gleichmässig und harmonisch. Die Kampfrichter vergaben dafür 10.80 Punkte.

Yannik war nun das letzte Mal in Solothurn an diesem Gerät. Er kämpfte mit der Unwucht, die der schwere Ring bei ruckligen Bewegungen verstärkte, konnte wenig Eigengewicht dagegensetzen und musste mit viel Krafteinsatz seine Beidbeiner durchdrücken. Dadurch gab es etliche Stellen, die unrund liefen, oder in denen die Körperhaltung nicht ganz stimmte. Die Kampfrichter vergaben dennoch 10.20 Punkte. Damit durften wir zufrieden sein.

Dann war Tiziano an der Reihe. Sehr motiviert, startet er eine prachtvolle Umdrehung, schön mit exzentrischer Gegenbewegung des Oberkörpers über gestreckte Arme. Wohl etwas zu viel exzentrisch, oder zu langsam, denn die Fliehkraft der Beine zog dann zu wenig und die Kraft reichte nicht, den Stütz auf einem Arm noch zu halten. Die Folge war ein Sturz mit der Brust auf den Pilz. Die restlichen Flanken folgten dann aber flüssig, gleichmässig und nur auf dem linken Arm mit Ellbogen-Einsatz, um den Schwung anzukurbeln. Sturz und Ellbogen gaben dann die Minuspunkte, welche zur Endnote von 9.30 führten, wovon der Sturz mit mind. einem ganzen Punkt der grösste Abzugs-Anteil hatte. Der Rest der Übung hat mich überzeugt.

Noah kämpfte ähnlich wie Yannik mit den gleichen Problemen, hatte aber zusätzlich "unrunde" Momente und mehrfache "Hand-Schritte" auf dem Pilz. Ich hätte ihm dafür eine Note so um 9.5 Punkte gegeben. Die Kampfrichter hatten wohl noch mehr Abzugsmöglichkeiten gefunden und vergaben 8.8 Punkte.


Für Lenny war schon klar, dass der schwere Ring eine schwierige Sache werden könnte, wurde das von seinen Vorgängern immerhin schon bekanntgegeben. Trotzdem waren die ersten 3-4 Flanken sehr wackelig. In der zweiten Hälfte sah man dann jedoch sehr saubere, flüssige und runde Flanken. Die Abzüge dieser Übung kamen somit klar von der ersten Hälfte. Er landete mit 10.20 Punkte ebenauf mit Yannik.


Ringe
 Im Rotationsprizip startete am zweiten Gerät Aaron als erster Turner an den Ringen. Auch Aaron hatte drei Wochen kein Training mehr gemacht, was bei einem Gerät wie den Ringen, wo viel Kraft abverlangt wird, schon poblematisch sein kann. Die drei Sekunden im Stütz konnte Aaron halten. Abzüge gab es wegen der Stellung der Ringe, die eigentlich seitwärts mit nach aussen ausgedrehten Händen gehalten werden sollten. Das Senken in den Hang verlief mangels Kraft etwas zackig. Der Sturzhang gebückt wurde knapp drei Sekunden ruhig gehalten. Mehr fiel dabei die fehlende Spannung in den Beinen auf. Schwungausstoss mit den drei Schwüngen verlief flüssig. Bei den Rückschwüngen waren die Beine jedesmal offen, und vor dem Niedersprung waren sie auch etwas angezogen. Bei der Landung gab es zwei kleine Schritte. Trotz der Fehler machte die Übung gesamthaft einen guten Eindruck. Aaron durfte mit der Endnote von 10.20 Punkten zufrieden sein.


 Yannik hatte auch Stützprobleme, hielt den Stütz nur zwei Sekunden lang, konnte dafür gleichmässig und kontrolliert in den Hang senken. Beim anschliessenden Sturzhang gebückt gab es zahlreiche Abzugsmöglichkeiten wie z.B. der Kopf, der eigentlich zu den Knien gehalten werden sollte, die mangelnde Bückstellung oder die fehlende Spannung in den Beinen und Füssen. Die drei Sekunden Halt waren dafür klar erkennbar. Beim Schwungausstoss waren die Beine kaum unter Kontrolle. Erst beim nächsten Vorschwung konnten sie zusammengehalten werden. Beide Vorschwünge wurden schön hochgezogen. Leider bei den Rückschwüngen jeweils mit angezogenen Beinen. Der Niedersprung kam zum sauberen Stand. Die Kampfrichter würdigten die Übung mit 9.60 Punkten.

Für Tiziano war das Stützen einfacher. Er turnte aber mit den Ringen noch etwas zu wenig auf die Seite gedreht. Drei Sekunden konnten gut gehalten werden, auch das Senken in den Hang kam gut. Dann turnte er überraschend nicht wie gewohnt direkt den Sturzhang gebückt, sondern machte einen Vor- und Rückschwung, bevor er in den Sturzhang hochzog. Diese Einlage wurde als Übungsfehler eingestuft. Der gebückte Sturzhang sah recht sauber aus. Lediglich die Füsse waren nicht ganz gestreckt. Ein kräftiger Schwungausstoss führte zu einem nicht fehlerfreien Rückschwung mit offenen Beinen. Die darauffolgenden Schwünge sahen jedoch tadellos aus, ebenso der Niedersprung zum Stand. Die Kampfrichter bestraften den Übungsfehler sowie die offenen Beine beim ersten Rückschwung konsequent und vergaben die Endnote von 9.95.

Noah startete mit guten drei Sekunden Stütz, mit leichter Bück-Haltung und nicht sauber ausgedrehten Ringen. Das Senken in den Hang turnte Noah schön gleichmässig. Im gebückten Sturzhang war der Kopf gut bei den Knien, jedoch die Beine und Füsse nicht gestreckt. Der Schwungausstoss kam etwas zaghaft, dafür waren die anschliessenden Schwünge mit sauberer Spannung. Gekrönt wurde die Übung mit einem sauberen Niedergang zum Stand. Das hat mich sehr gefreut, denn im Training lief dieser letzte Teil nicht immer so gut. Die Kampfrichter honorierten die Übung von Noah mit 10.35 Punkten.

Und schon war Lenny an der Reihe. Er zog die Zugstemme, die mit meiner Hilfe geturnt wird, am schönsten hoch. Im Stütz wie Noah, gute drei Sekunden und leicht gebückt. Dann ein gleichmässiges Senken in den Hang, aber mit dem linken Bein leicht angezogen. Der gebückte Sturzhang ähnlich wie bei allen unserer Turner mit nicht ganz gestreckten Beinen und Füssen. Dann aber ein kräftiger Schwungausstoss mit guter Beinspannung und anschliessend guten Schwüngen mit nicht immer geschlossenen Beinen. Zum Abschluss ein Niedersprung, der schier die Füsse in der Matte stecken bleiben liess. Hier könnte Lenny noch etwas weicher abfedern. Die Kampfrichter gaben für die Übung 10.10 Punkte.

Endlich durfte auch Lucien turnen. Lucien gab sich grosse Mühe, den Stüzt sauber zu halten. Drei Sekunden, fast gestreckt, den rechten Arm sauber ausgedreht, aber den Linken (auf der Seite der Kampfrichter) leider nicht ganz. Dann ein vorbildliches Senken in den Hang. Wie kein Anderer kann Lucien dann die gestreckten Beine hochziehen und zeigt dann den gebückten Sturzhang. Hier hätte Lucien noch etwas mehr bücken können und auch die drei Sekunden hat er zu schnell abgezählt. Danach folge ein starker Schwungausstoss, mit guter Körperspannung und sauberen Schwüngen. Erst beim letzten Rückschwung waren die Beine nicht ganz geschlossen. Der Niedergang zum Stand gelang mit leichter Körpervorlage. Lucien zeigte uns die beste Ringübung, welche mit 10.50 benotet wurde.


Sprung
Beim Sprung hatten wir Glück, weil jeder zwei Sprünge zeigen durfte, wovon dann eine Durchschnittsnote berechnet wurde.
Unsere Turner hatten alle bis auf Lucien und Yannik die Sprungrolle gezeigt. Die Meisten Abzüge wurden wegen fehlender Flughöhe oder wegen einem kaum erkennbaren Strecksprung am Ende der Übung gemacht. Den Turnern ist oft nicht bewusst, wie kurz die Übung ist, und wieviel Abzüge in diesen Sekunden wegen Fehlerhafter Ausführung gemacht werden können. Hier zeigt sich, wer sich auf den Punkt des Absprunges bis zur Landung fokussieren kann.


Am Sprung waren dies Tiziano Lucien und Yannik. Tiziano hatte eine gute Flughöhe und zeigte einen flüssig aus der Rolle gesprungener Strecksprung mit fast gestreckten Armen. Lucien und Yannik zeigten uns zwei schöne Hechtsprünge, denen es noch etwas an Höhe fehlte, ansonsten aber tadellos waren. Der anschliessende Strecksprung wäre noch besser benotet worden, wenn die Beine geschlossen gewesen wären, und die Arme direkt an den Ohren vorbei gingen.


Barren

Tiziano machte eine tadellose Barrenübung und legte mit der Endnote von 10.30 gut vor.


Noah's Übung verlief ohne Sturz, hat aber noch viel Verbesserungspotential. Die Kraft fehlte, um einen schönen Winkelstütz zeigen zu können und bei den Schwüngen fehlte die Körperspannung. Beim Abgang war der sichere Stand nicht klar erkennbar, weil er sich etwas hastig zu den Kampfrichtern drehte, um sich abzumelden. Die Kampfrichter nahmen ihm das aber nicht übel. Noah bekam 9.30 Punkte.

Lenny hielt den Winkelstütz sauber, aber keine drei Sekunden. Danach zeigte er sauber gestreckte Schwünge und steckt beim Abgang in den Aussenquerstand wieder schier seine Füsse in die Matte. Die Kampfrichter freuten sich über die Übung und vergaben 10.3 Punkte.


Lucien zeigte wie Tiziano eine sehr schöne Barrenübung. Die Elemente wurden noch etwas schöner ausgeturnt (Winkelhöhe, Schwunghöhe). Schade, dass er den Abgang nicht in den Aussenquerstand turnte, sondern wie Noah sich direkt zu den Kampfrichtern zudrehte. Auch das haben die Kampfrichter Lucien nicht übel genommen. Er erntete ganze 11.1 Punkte für seine Barrenübung.


Aaron's Barrenübung war für ihn mit all den Trainingsausfällen eine schwierige Sache. Den Winkel konnte er schön, aber viel zu kurz nur zeigen. Die anschliessenden Schwünge waren technisch sauber mit gestreckten Armen. Dann fiel Aaron etwas zu spät ein, dass er nach vier Schwüngen einen Abgang turnen sollte. Dabei stürzte er auf den rechten Barrenholmen. Das hat ihn einige Punkte gekostet, weil so auch der Übungsabschluss mit der Landung in den Aussenquerstand fehlte. Die Kampfrichter vergaben dafür 8.7 Punkte.


Yannik startete wie Noah, ohne dem geforderten Einsprung, sondern schleift mit den Händen an den Barrenholmen in Richtung Barrenmitte und zieht dann die Beine in den etwas wackeligen Winkelstütz. Die Schwünge sahen sehr ambitioniert aus. Zumindest die Schwunghöhe war beachtlich. Technisch gab es da jedoch Abzüge wegen nicht gestreckten Endpositionen und nicht immer gestreckten Armen. Der Aussenquerstand kam wie bei Noah direkt zu den Kampfrichter gerichtet zum stehen, worauf der Winkel vom Körper zum Barren dann nicht mehr wie gefordert 90° betrug. Die Kampfrichter vergaben dafür 9.5 Punkte.


Reck
Noah startete am Reck. Den Felgaufzug mit Trainerhilfe mit gestreckten Beinen, die Felge rückwärts fast gestreckt und den anschliessenden Unterschwung mit guter Kopfposition. Die anschliessenden zwei Schwünge waren nicht sehr hoch, dafür aber technisch sauber geturnt. Noah landete sicher im Stand und liess sich von den Kampfrichtern 10.4 Punkte vergeben.


Lenny folgte mit seiner Reckübung, welche sehr sicher wirkte - aber an einigen Stellen noch Haltungsfehler zeigte. Den Abgang zum Stand endete mit einem Seitenhüpfer. Den Kampfrichtern gefiel die Übung aber sehr. Sie vergaben 10.6 Punkte.


Für Aaron ist die Reckübung noch ein Problem, solange er den Felgumschwung noch nicht alleine turnen kann. Diese Trainerhilfe kostet ihn jedesmal mindestens einen ganzen Punkt. Dem darauffolgenden Unterschwung mit den zwei Schwüngen bis zum Stand fehlte danach die nötige Energie. Die Kampfrichter vergaben dafür 6.9 Punkte.


Dasselbe galt für Yannik, wobei bei Yannik die Trainierhilfe weniger starke Abzüge brachte. Der Felgumschwung ging nämlich praktisch ohne Hilfe. Ich musste lediglich ganz kurz antippen. Für Yannik vergaben die Werter 8.9 Punkte.


Tiziano konnte mit seiner Übung die Kampfrichter überzeugen. Er bekam ganze 11.3 Punkte.


Für mich sah auch Luciens Übung beinahe perfekt aus. Sehr flüssig, hohe Schwünge und technisch gut. Lediglich beim Unterschwung fiel der Kopf in den Nacken und bei den Rückschwüngen fehlte die Spannung in den Beinen, die dann deutlich geöffnet waren. Er schaffte auch eine gute Note, blieb aber mit 10.9 doch deutlich hinter Tiziano's Wertung.


Boden
Lenny durfte am Boden starten. Die erste Bahn kam gut. In der zweiten Bahn gab es nicht gestreckte Beine beim Hochdrücken in den Kopfstand. Ebenso beim Senken der Beine in den Spagat. Der Spagat ist schon viel besser wie anfang Jahr. Es fehlen nur noch ca. 10cm. Ein kurzes Absitzen kostet ihn dann nochmals Punkte. Das Hochdrücken der Hüfte hätte mit gestreckten Beinen geschehen sollen. An diesem Element können wir noch arbeiten. Vorschritt Arabesque nicht ganz stabil, dann folgte die letzte Bahn. Sprungrolle mit Strecksprung. Das Abrollen sah schon besser aus wie noch in Solothurn. Der Strecksprung danach war super. 8.8 Punkte vergaben die Kampfrichter.


Lucien hatte es eilig. Jegliche Halte-Elemente wie Grätschstand gebückt, Kopfstand und Arabesque wurden kaum eine Sekunde gezeigt. Dafür sah alles sehr flüssig aus. Zum Schluss zeigte Lucien eher eine Hecht- wie eine Sprungrolle. Das Abrollen danach hätte etwas runder aussehen können. Die Kampfrichter hatten aber freude an der Übung und vergaben 9.5 Punkte.


Bei Aaron klappt das Rad nur auf eine Seite gut. Es hat mich aber sehr gefreut, dass er die ganze Übung ohne Hilfe turnen konnte. Alle Elemente in der richtigen Reihenfolge, alle Halte-Elemente waren vorhanden. Die meisten Punkte gingen beim Kopfstand mit anschliessendem Sturz verloren. Endnote: 8.3 Punkte.


Für Yannik war es ähnlich wie bei Aaron nicht selbstverständlich, dass er die ganze Übung auswendig kannte, weil schlicht zu wenig geübt werden konnte. Yannik zeigte zwei super schöne Räder, einen sicheren Kopfstand, den Spagat beinahe am Boden, aber mit kurzem Absitzen. Die Kampfrichter werteten die Übung mit 9.0 Punkten.


Tiziano's erste Bahn mit zwei Rädern bis zum Handstand sah gut aus. Rolle Rückwärts endete in einem zu breit gestandenen Grätschstand, was die darauffolgenden Elemente schwieriger zum Turnen machte. Tiziano zeigte den Seitspagat sehr schön. Hier fehlten lediglich noch knapp zwei Centimeter. Auch der Rest der Übung verlief bis auf die Sprungrolle gut und endete in der Kampfrichterwertung mit 10.0 Punkten.


Noah startete ebenfalls gut mit der ersten Bahn der Übung. Rolle rückwärts in den Grätschstand endete wie bei Tiziano in einem zu breit gestandenen Stand. Der Kopfstand misslang ähnlich wie bei Aaron. Dann zeigte Noah aber einen schönen Spagat. Auch hier fehlt nicht mehr viel bis zum Boden. Die Sprungrolle war zu wenig hoch und der anschliessende Strecksprung kam nicht direkt aus der Rolle. Die Kampfrichter waren dennoch hart in der Bewertung mit 7.4 Punkten.


Mit all diesen Eindrücken war es für mich sehr spannend, ob Lucien oder Tiziano das Rennen gewinnen würde. Tiziano hatte an zwei Geräten Pech (Sturz und Übungsfehler), turnte aber sonst sehr gut. Lucien hat an einzelnen Geräten in Solothurn noch besser abgeschnitten, hatte hier in Thun aber über alle Geräte gerechnet dann doch die Nase vor Tiziano.


Auch die Tatsache, dass wir mit sechs motivierten Turnern an einen ausserkantonalen Wettkampf gehen konnten, und keiner davon den letzten Platz belegte, war für mich ein super Erlebnis.
Jetzt feilen wir noch einmal an unseren Übungen und werden dann in Steffisburg unseren "Finale" turnen. Lassen wir uns überraschen!

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 15. Mai 2014 )